Potemkin2
Exkurs / c.v.
 
HB bekam nach frühen Jahren als Sängerknabe seinen ersten Instrumentalunterricht mit 9 Jahren auf dem Tenorhorn. Einige Zeit später wechselte er auf Anraten seines damaligen Lehrers Eckehardt Visarius zur Posaune. Die Dankbarkeit dafür kennt heute keine Grenzen!
 
Bis zum Alter von 19 Jahren spielte er ausschließlich liturgische Musik mit einem Schwerpunkt auf der Barockmusik, auch auf historischen Instrumenten, mit großem Erfolg. Später kam es wegen der aus dieser Arbeit erfolgenden Kontakte zur Musikhochschule Detmold zu ersten Begegnungen mit der neuen und neuesten Musik: Stockhausen, Cage, Nono u.a. erweiterten das Repertoire.
 
Eine schon lange vorhandene Begeisterung für die Archäologie (Studium an der WWU Münster, ebenso Volkskunde, Ur- und Frühgeschichte, 1983 - 88) veranlassten ihn später, zeitweilig andere Interessensschwerpunkte zu setzen.
 
Auf eine sehr andere Art und Weise begann er neben dem Studium wieder mit dem Spielen. Zu dieser Zeit begegnete er einer Vielzahl von Improvisations- und Performancekünstlern, was den weiteren Weg stark beeinflusste: Improvisation und die Erweiterung des Klangspektrums der Posaune bekamen mehr und mehr Gewicht.
Zu dieser Zeit spielte er mit Improvisationskünstlern wie  Conny und Johannes Bauer, John Butcher, Erhard Hirt, Radu Malfatti, Günther Christmann, Ernst Ludwig Petrowsky, Jo Sachse, Eugene Chadbourne, Willy Kellers, Peter Kowald und vielen anderen mehr. Dazu kamen Zusammenarbeiten mit Tänzerinnen wie Fine Kwiatkowski oder Diane Nyman. Bedeutend werden sollte sein Kontakt mit der Dada-Szene im Ruhrgebiet, hier besonders das legendäre Instant Theater aus Recklinghausen, aus dem sich in der Folge das noch legendärere Theaitetos Trio herausschälen sollte. Ihm trat er 1989 bei und ist noch immer Ensemblemitglied. Prägend.
 
Über diese Wege war die intensivere Beschäftigung mit der neuen und neuesten Musik naheliegend und ist es noch. Buntjer wirkte an diversen Uraufführungen zeitgenössischer Komponisten mit.
Der Weg führte noch weiter, schließlich zum Theater, zunächst rein musikalisch, seit dem Jahr 2000 immer wieder auch als Schauspieler an diversen Bühnen der Republik. Drei erste Preise.
 
 
Exkurs 2 / Die andere Seite
 
Die Organisation und finanzielle Betreuung des Konzertbetriebes sowie das Konzeptionieren und die Durchführung intitiativer Projekte war ab 1989 für mehrere Jahre seine Aufgabe bei cuba-cultur in Münster. Hier zeichnete er verantwortlich  für diverse Reihen und Minifestivals: Stage Off Limits / Instant Theater Festival / The American Dream / Klanginstallationen seien beispielhaft genannt.
Messerharfe
Die Messerharfe. 39 gestimmte Messer auf einem Resonanztisch mit Hohlkörper. Bau: Henri Unsenos. Die Tonabnahme erfolgt mittels einiger Piezo-Mikrophone
Musik | Theater | Tanz | Film        Moderation
Kurt Schwitters war für die Gleichbereichtigung aller Materialien. Und er sagte, es gebe keine Zufälle, nur eine Tür könne zufallen, das sei aber kein Zufall.
 
Dem schließe ich mich vorbehaltos an.
 
Joseph Beuys sagte, alles sei Kunst und jeder sei ein Künstler. Ich weiß es nicht.
 
John Cage glaubte, auch Stille sei Musik. Er hat recht.
 
In mir begegnet sich Vieles, ich will Dinge zusammenfügen, die vordergründig gar nicht zusammengehören wollen. Gerne betrachte ich die Dinge mit Humor, gerne nehme ich die Dinge nicht zu ernst. Gerne nehme ich sie sehr ernst.
 
Kunst ist möglicherweise dazu geeignet, der Realitiät eins auszuwischen.

Der Blick auf die Widrigkeiten und die der Tragik immanente Komik, vielleicht fasst das zusammen, was ich tue und denke.
 
Wir werden sehen.
HB
© Kreysing
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helmut buntjer
     
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+++  this honourable fish mit mir und anja kreysing  hat das Jahresprogramm für schwarzweiss ist die bessere farbe fertiggestellt. künstler*innen aus italien, österreich, belgien und deutschland kollaborieren hier. prima. | +++
 
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der fish auf bandcamp +++
 
studioaufnahmen mit
theaitetos trio abgeschlossen | dank an soundatelier von bernward müller | download hier +++
 
+++ meine vorlesung bei  
last exit kunst II zu dem thema die kunst des leisen lärmens im juni an der fh münster wurde mit ovationen bedacht. ungewöhnlich aber schön +++
 
+++ die banda lebt. eiene entsprechende website wird bald  kommen,  +++

 
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eigene website vom fish +++